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Titelbild „Vegan, laktosefrei, glutenfrei“ mit der Bedeutung der drei Begriffe: nichts vom Tier, fast kein Milchzucker, höchstens 20 mg Gluten je Kilogramm

Ernährung & Allergene

Vegan, laktosefrei, glutenfrei: Was ist der Unterschied?

  • Von Joshua
  • Aktualisiert
  • 3 Min. Lesezeit
Kurz gesagt

Die drei Wörter beantworten verschiedene Fragen. Nur glutenfrei ist EU-weit geregelt: höchstens 20 mg Gluten je Kilogramm. Laktosefrei ist in Deutschland nur für Milch- und Käseerzeugnisse festgelegt, vegan nicht verbindlich definiert. Und vegan heißt nicht allergenfrei: Acht der 14 kennzeichnungspflichtigen Allergene sind pflanzlich. Das pflanzliche Mandel-Vanille-Eis von apeice enthält zum Beispiel Hafer und Mandeln.

Drei Wörter, drei verschiedene Fragen#

Die drei fallen meistens im selben Satz. Dabei beantworten sie ganz unterschiedliche Dinge, und genau da fangen die Missverständnisse an.

BegriffBeantwortet die FrageRechtlich geregelt?
veganSteckt etwas Tierisches drin?nein, nur Leitsätze
laktosefreiSteckt Milchzucker drin?in Deutschland nur für Milch- und Käseerzeugnisse
glutenfreiSteckt Klebereiweiß drin?ja, Verordnung (EU) 828/2014

Nur glutenfrei ist EU-weit mit einem Grenzwert belegt: höchstens 20 mg Gluten je Kilogramm. Das steht in der Durchführungsverordnung (EU) Nr. 828/2014 (öffnet in neuem Tab). Bis 100 mg/kg darf man „sehr geringer Glutengehalt“ schreiben, aber nur bei speziell verarbeitetem Getreide. Wer glutenfrei auf die Packung setzt, muss das im Zweifel mit einer Analyse belegen können.

Bei laktosefrei gibt es keine EU-weite Regel. In Deutschland gilt für Milch- und Käseerzeugnisse: weniger als 0,1 g Laktose je 100 g. Für andere Lebensmittel ist das der übliche Richtwert, aber keine Vorschrift. Eine gute Übersicht hat das Verbraucherportal Lebensmittelklarheit (öffnet in neuem Tab).

Vegan steht im deutschen Lebensmittelbuch, aber ohne Grenzwert. Am Ende gilt Artikel 36 der Lebensmittelinformationsverordnung: freiwillige Angaben dürfen nicht in die Irre führen.

Warum vegan nicht allergenfrei heißt#

Hier liegt der häufigste Irrtum. Pflanzlich klingt nach unbedenklich, und das ist es leider nicht. Von den vierzehn kennzeichnungspflichtigen Allergenen nach Anhang II der LMIV sind acht rein pflanzlich:

  • Glutenhaltiges Getreide
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Schalenfrüchte, also Mandel, Haselnuss, Walnuss, Cashew, Pistazie und weitere
  • Sesam
  • Senf
  • Sellerie
  • Lupinen
Pflanzlich und trotzdem mit Allergenen: Sorbet mit Brownie-Topping (Sesam, Mandel) und Pistazienmus
Pflanzlich und trotzdem mit Allergenen: Sorbet mit Brownie-Topping (Sesam, Mandel) und Pistazienmus

Dazu kommt Schwefeldioxid als Zusatzstoff. Ein veganes Produkt kann also jedes einzelne davon enthalten. Bei pflanzlichem Eis ist das sogar ziemlich wahrscheinlich, weil die üblichen Basen genau auf dieser Liste stehen: Cashew, Mandel, Hafer, Soja. Unser Mandel-Vanille-Eis zum Beispiel ist pflanzlich und enthält Hafer und Mandeln. Warum wir bei den Standardsorten trotzdem auf Milch verzichten, erklären wir in Pflanzliches Eis: Warum unsere Standardsorten ohne Milch sind.

Vegan ist eine Entscheidung, eine Allergie nicht. Wer beides in einen Topf wirft, bringt im schlimmsten Fall jemanden ernsthaft in Schwierigkeiten.

Was das für eure Veranstaltung heißt#

Wenn ihr eine Veranstaltung plant, kommt ihr mit drei Fragen weiter als mit drei Etiketten:

  1. Sind Gäste mit Zöliakie dabei? Dann reicht „ohne glutenhaltige Zutaten“ nicht. Es braucht eine belegte Angabe und eine getrennte Ausgabe. Worauf es beim Eis-Catering ankommt, steht in Gluten und Zöliakie: Was beim Eis-Catering wichtig ist.
  2. Gibt es Nussallergien? Bei pflanzlichem Eis fällt dadurch mehr weg, als die meisten erwarten. Wie wir Allergene am Stand kennzeichnen, steht in Allergene beim Catering: So kennzeichnen wir vor Ort.
  3. Geht es um Ernährungsweise oder um Unverträglichkeit? Das eine ist eine Präferenz, das andere ein Risiko. Nur beim zweiten muss die Küche wirklich etwas ändern.
Gäste stehen an der Eis-Ape an, Erwachsene und Kinder in einer Schlange
Gäste stehen an der Eis-Ape an, Erwachsene und Kinder in einer Schlange

Ein pflanzliches Sortiment nimmt euch Frage drei ab: keine zwei Behälter, keine Verwechslung. Bei uns sind die vier Standardsorten und alle Iced Shakes pflanzlich, auf Wunsch gibt es auch Sorten mit Milch. Die Fragen eins und zwei nimmt euch das nicht ab.

Wo die verbindlichen Angaben stehen#

Zutaten und Allergene stehen für jedes unserer Produkte vollständig im Allergenhinweis. Die Seite zieht sich direkt aus unserer Produktdatenbank, Allergene sind nach Artikel 21 LMIV im Zutatentext hervorgehoben, und der Filter „Allergene ausschließen“ hilft beim Auswählen.

Im Zweifel gilt, was dort steht. Dieser Beitrag erklärt nur.

Häufige Fragen#

Ist veganes Eis automatisch laktosefrei?#

In der Praxis ja. Laktose ist Milchzucker und kommt nur in Milch vor, ohne tierische Zutaten also auch keine Laktose. Umgekehrt gilt das nicht: Laktosefreie Milch ist immer noch Milch.

Ist „ohne glutenhaltige Zutaten“ dasselbe wie „glutenfrei“?#

Nein, und der Unterschied zählt. „Ohne glutenhaltige Zutaten“ beschreibt das Rezept, und Hafer zählt dabei rechtlich zu den glutenhaltigen Getreiden. „Glutenfrei“ ist eine geprüfte Aussage über das fertige Produkt, Spuren aus der Produktion eingeschlossen. Wer auf Zöliakie achtet, braucht die zweite.

Warum steht bei manchen Produkten „kann Spuren enthalten“?#

Weil in derselben Produktion andere Zutaten verarbeitet werden und sich ein Übertrag nicht sicher ausschließen lässt. Der Hinweis ist freiwillig. Er ersetzt keine Allergenangabe, und er ist ernst gemeint.

Weiterlesen

Wer schreibt hier. Joshua von apeice, alveare food GmbH in München. Wir machen pflanzliches Bio-Eis und fahren es mit unseren zwei Ape, Maja und Willi, auf Firmenevents in München und Umland.

Stand. 23.09.2026. Verbindlich sind immer die Angaben auf www.apeice.de/allergenhinweis.

Etwas unklar geblieben? Schreibt uns an hallo@apeice.de oder ruft an: +49 89 209 239 05.

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